- Uhowo, ul. Kolejowa 8, 18-100 Łapy
- tel.: +48 502 50 80 50, +48 502 50 80 60
- e-mail: kaylon@kaylon.pl
- gps.: N 53°00'25.6" E 22°54'44.1"
Die Isłocz gehört zu den Flüssen, auf denen man die Paddelsaison eröffnen sollte. Der Fluss ist durch die vielen Steilufer und das mäandrierende Flussbett ausgesprochen malerisch. Die zügige Strömung und zahlreiche Hindernisse erfordern jedoch ein wenig Paddelerfahrung. Die Isłocz entspringt in der Nähe des Dorfes Głuszynca und durchfließt die Bezirke Minsk und Grodno. Hier erheben sich die Dzierżynski-berge – mit 345 m über NN der Höchste Punkt Weißrusslands. In den Wäldern der Nalibocker Heide mündet die Isłocz in die Westliche Berezina. Ihre Gesamtlänge beträgt 102 km.
Bei hohem Wasserstand empfehlen wir, die Paddeltour an der Talsperre Rakowo oder etwas unterhalb, auf dem Gelände des Sanatoriums (wo man bei Notwendigkeit am linken Ufer übernachten kann) zu beginnen. Bei niedrigem Wasserstand kann man ab der Mündung des rechtsseitigen Zuflusses Jarszewka in der Nähe des Dorfes Michałowo starten.
Der Fluss verläuft in einem malerischen Canyon durch Kiefern-Fichten-Wälder. Im Flussbett finden sich zahlreiche Hindernisse wie umgestürzte Bäume, Wasserpflanzen, Wurzelteller und Sandbänke. Im Oberlauf ist es nicht schwer, einen Lagerplatz für die Nacht zu finden, da die Ufer leicht zugänglich sind und viele zum Zelten geeignete Plätze aufweisen. 
Bei sehr niedrigen Wasserständen empfehlen wir, die Tour an der Brücke in Padniewicze oder in Borowikowszczyna zu starten. Besonders im ersten Abschnitt ist damit zu rechnen, dass das Paddelboot über zahlreiche Hindernisse getragen werden muss. Auf dem acht Kilometer langen Abschnitt Padniewicze – Borowikowszczyna fließt der Fluss in einer tiefen Schlucht mit hohen Ufern. An einer Anlegestelle mit hölzernem Unterstand am rechten Ufer, wo sich eine Treppe hoch zum Steilufer befindet, kann man auf einer von Wald umgebenen Wiese übernachten. 
Der Fluss ist hier 15 Meter breit und hat eine Fließgeschwindigkeit von ca. 1,5 km/h. Alle paar Hundert Meter befinden sich auf der Steilküste günstige Rastplätze. Vor der linksseitigen Einmündung des Flusses Wołma befindet sich am rechten Steilufer ein ausgezeichneter Platz zum Übernachten. Das Ufer ist von Kiefern-Fichten-Wald bestanden, am Strand wächst eine riesige Eiche und eiszeitliche Findlinge sind vorhanden. Weiter befinden sich rechtsseitig die Kultstätte und die Siedlung namens Isłoczewka. 
Weiter unterqueren wir eine Hängebrücke. Am linken Ufer befinden sich die Reste des Palastes der Familie Tyszkiewic, deren Vorfahren vom 16.-18. Jh. wichtige Ämter im Großfürstentum Litauen innehatten.
Später verbreitert sich der Fluss und die Steilufer sind mit Birke und Hasel bewachsen. Manchmal reicht der Wald bis an die Wasserlinie. Es gibt kaum gute Ausstiegsmöglichkeiten. Am Ufer sieht man verborgene, zunächst rätselhafte Anlagen, die sich als illegale Brennereien entpuppen. Die Region Wołożyn ist, ähnlich wie in Polen Czarna Białostocka, als Hochburg der Schwarzbrennerei bekannt.
Nächstes Zeichen der Zivilisation ist am linken Ufer die Siedlung Pierwomajsk (Erster Mai). Etwa 1,5 km weiter rechtsseitig ein hoher, bewaldeter Steiluferabbruch.
Weiter unterqueren wir die Brücke im Ort Korczemnyje und 10 km weiter eine weitere im Dorf Biełokoriec. Der Wald weicht allmählich zurück und gibt den Blick auf die Umgebung frei. Ein paar Kilometer weiter tauchen die ersten mit Kiefern bewachsenen Hügel auf, die als Rastplätze taugen. Etwa 3 km unterhalb der Brücke in Biełokoriec ist der Fluss über eine gewisse Strecke reguliert und die Fließgeschwindigkeit wächst auf 2 km/h.
Die Ufer der Isłocza sind hier niedrig und sumpfig. Nach der kanalisierten Strecke verläuft die Isłocza an zwie Stellen in der Nähe des Waldes. Hier muss man sein Nachtlager einrichten, da auf den nächsten 25 km keine Rastplätze und kein Feuerholz vorhanden sind.
Die nächste Ortschaft ist Doroguń. Danach führt eine niedrige Brücke über den Fluss, die man aber gut passieren kann. Der Fluss beschreibt eine Schleife durch eine mit typischer Sumpfvegetation bewachsene Fläche, z.B.Kalmus und Seggen. Ein paar Kilometer weiter mündet rechts die Wołożynka in die Isłocza, und etwas weiter entwässert ein Meliorationssystem in den Fluss. Es kommt das Dorf Biały Brzeg (Weißes Ufer) in Sicht. Manchmal rückt der Wald bis ans Ufer, ist aber unzugänglich. Einige Hundert Meter unterhalb einer weiteren Brücke mündet die Isłocza in die Berezyna. 
Nach etwa 1,5 km auf der Berezyna erscheint am linken Ufer eine Anlegestelle mit Metalldach. Die Berezyna ist hier 40-50 m breit. Bis zur Siedlung Potasznia überwiegen niedrigere, waldfreie Ufer. Hinter der Siedlung folgt ein wunderschöner Flussabschnitt. Der Fluss mäandriert stark, Nadel- und Laubwälder wechseln einander ab. Langsam hebt sich das Ufer wieder, einige Kliffs erreichen 4 m Höhe. Alle 20 Minuten gute Lagerplätze.
Eichenwäldchen werden von Birkenhainen abgelöst, auch Pappeln, Ahorne, Linden Ulmen und Eschen kommen vor. Einige Kilometer nach der Mündung der Czapunka passieren wir das Dorf Mała Czapuń. Sechs Kilometer weiter durchfahren wir in Milwa Berezyna eine Brücke. Bald danach mündet der Fluss in die Memel, malerische Landschaften begleiten die Berezyna bis dahin. Die Tour endet auf der Memel in der Nähe des Dorfes Nikołajewo am rechten Ufer.
Es ist wichtig, dass die Gruppe, wie auch auf anderen Touren in Weißrussland, ein “Fahrtenbuch” („marszrutna kniżka“) mit sich führt, in dem sich eine Liste der Teilnehmer und eine Beschreibung der geplanten Tour befindet. Daher empfehlen wir, einen weißrussischen Führer zu buchen, der die weißrussischen Vorschriften für die Führung von Touristengruppen kennt.
| Kosten der Kanutour in Weissrussland (min. Teilnehmerzahl - 14 Personen) | |||
|---|---|---|---|
| Route und Dauer der Tour | Beginn und Ende der Tour | Preis | |
| Islocz - Berezyna - Niemen (7 Tage) | Michałowo - Nikołajewo | 790 PLN/Person | |
ACHTUNG: Organisierte Gruppen von mindestens 14 Teilnehmern können den Termin frei wählen. Für kleinere Gruppen und Einzelpersonen besteht die Möglichkeit, an folgendem Terminen an der Tour teilzunehmen:
Der Veranstalter ist berechtigt, die Tour bis eine Woche vor dem geplanten Beginn abzusagen, wenn die notwendige Teilnehmerzahl nicht zusammenkommt.
Im Preis enthalten sind: